Nachrichten

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Tätigkeiten der Borchert Consulting & Research AG. Frühere Nachrichten finden Sie in unserem Archiv. 


  • 24.10.2019
    EU-Verteidigungsforschung und Fähigkeitsentwicklung: Seminar in Slowenien

    Ab 2021 will die Europäische Kommission mit dem European Defense Fund (EDF) die verteidigungsbezogene Technologie- und Fähigkeitsentwicklung unterstützten. Für die Mitglider der Europäischen Union (EU) stellt sich damit u.a. die Frage, wie sie sich am besten positionieren, um europäische und nationale Interessen mit HIlfe des EDF erfüllen zu können. Dieser Frage gingen internationale und slowenische Experten am 24. Oktober 2019 an einem Seminar nach, das vom slowenischen Verteidigungsministerium und der Slovenian Business & Research Association in Ljubljana organisiert wurde. Heiko Borchert spannte in seinem Beitrag den Bogen Wechselspiel zwischen Technologie- und Konzeptentwicklung über das künftige Konfliktbild zum Wesen militärischer Innovation. Er hob hervor, dass eine erfolgreiche Teilnahme Sloweniens am EDF einer strategische Grundlage bedarf, die aufzeigt, welche Fähigkeits- und Technologieschwerpunkte das Land mit seinen Unternehmen und Instituten verfolgen möchte. Um eine solche Grundlage zu erarbeiten, ist die enge Zusammeanrbeit zwischen Behörden, Wissenschaft und Industrie unterlässlich.

  • 23.10.2019
    Vernetzung und Verwundbarkeit: Vortrag beim internationalen NMMT-Symposium

    Gesellschaftliche, wirtschaftliche und technische Vernetzung sind Triebkräfte der Globalisierung. Doch was geschieht, wenn globaler Austausch machtpolitisch wird und Vernetzung z.B. über Sanktionen einseitig ausgenützt wird, um machtpolitisch den Willen einzlener Staaten "durchzudrücken"? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Vortrags von Heiko Borchert im Rahmen des "International Symposium on Digital Platforms for Maritime Safety and Security Applications", durchgeführt von der Geschäftsstelle des Nationalen Masterplans Maritime Technologien am 23. und 24. Oktober 2019 in Bremerhaven. Heiko Borchert zeigte auf, dass ein von Flow Control gekennzeichneter Prozess der schleichenden Deglobalisierung weitreichende Folgen für globale Wertschöpfungsketten der maritimen Wirtschaft haben wird. Diese Entwicklung könnte u.a. zu unterschiedlichen wirtschaftlich-technischen Ökosystemen führen, die nicht mehr oder nur noch eingeschränkt interoperabel sind. Ein viel intensivere öffentlich-private Zusammenarbeit auf der strategische Ebene wird erforderlich sein, wenn sich führende Exportnationen wie Deutschland in diesem neuen Umfeld erfolgreich behaupten wollen.

  • 16.09.2019
    Künstliche Intelligenz in der Verteidigung: Gedanken zum Ausbau europäischer Fähigkeiten

    Im Mai 2019 veröffentlichten Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich ein Food-for-Thought-Papier zur Anwendung Künstlicher Intelligenz in der Verteidigung. Dabei ging es auch um die Frage, wie Forschungs- und Anwendungsprojekte gefördert werden können. Unsere Antwort: Durch den Aufbau einer Rahmenordnung, die die Datenmobilität fördert und damit die Grundlage für die umfassende Konzept-, Modell- und Algorithmenentwicklung legt, auf deren Grundlage Daten ausgetausch, die Kapazitäten von Hochleistungsrechnern europaweit bereitgestellt und neue Anwendungen zur Validierung und Verifizierung von KI-Lösungen geschaffen werden können.

      Jump-Starting Europe's Work on Military Artificial Intelligence
  • 06.08.2019
    Unbemannte Systeme als Schlüssel für Hybride Operationen am Golf

    Die jüngsten Vorfälle, die die freie Schifffahrt im Persischen Golf behindern, stellen eine ideale Gelegenheit dar, um sich mit dem Einsatz unbemannter Systeme in hybriden Konfliktszenarien (Gray Zone Operations) zu beschäftigen. Hybride Aktionen sind hierfür ein vortreffliches Studienobjekt, denn anstelle schneller und entscheiender Massnahmen stehen langsame, kaum wahrnehmare Versuche der Beeinflussung. Wie Michael Mazarr darlegt, bedürfen Antworten auf diese Herausforderung neuer innovativer Ansätze, die neue und bestehende Mittel in vielfältiger, bislang nicht genutzter Weise miteinander kombinieren. Unbemannte maritime Systeme können bestehende maritime Plattform gerade in diesem Umfeld ideal ergänzen - wenn dazu die entsprechenden Konzepte vorhanden sind.

      Why Unmanned Systems are the Go-To Option for Gray Zone Ops in the Gulf
  • 27.07.2019
    UDT 2019: Die Rolle Künstlicher Intelligenz in der Unterwasserdomäne

    Am 3. Konferenztag des diesjährigen UDT-Kongresses in Stockholm diskutierte Simon Williams, Chairman Clarion Defense & Security, mit Chris Norwwod, Research Leader Acoustic Signature Management, DST Australia, Joe Brynielsson, stellfertretender Forschungsdirektor, FOI Schweden, und Heiko Borchert über Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) in der Unterwasserdomäne. Heiko Borchert skizzierte dazu einleitend das Umfeld, in dem mögliche KI-Lösungen für Unterwasserkräfte eingesetzt werden und betonte drei Aspekte. Erstens müssen Technologie, Konzepte und das organisatorische Umfeld Hand in Hand entwickelt werden, wenn neue Technologien Mehrwert für die Seestreitkräfte erzielen sollen. Dazu ist es, zweitens, entscheidend, den kulturell-organisatorischen Kontext auszuleuchten, um zu verstehen, welche möglichen Anpassungen in Aufbau- und Ablaufstrukturen erforderlich sind. Drittens ist zu erwarten, dass KI das etablierte Rollenverständnis der traditionellen Rüstungshersteller herausfordert, weil neue, kommerzielle Akteure auf den Plan treten. Dabei, so Heiko Borchert, sind jedoch auch die Grenzen kommerzieller KI für Anwendungen bei den Seestreitkräften zu beachten. Gerade weil diese unter sehr spezfischen Rahmenbedingungen operieren, die z.B. auch durch rechtliche Vorgaben gekennzeichnet sind, ist es kaum denkbar, dass kommerzielle KI-Anwendungen ohne Anpassung übertragen werden können. Vielmehr erscheint es sinnvoll, über eigenständige KI-Lösungen (Defense AI) nachzudenken. Dieser Ansatz sollte zusätzlich berücksichtigen, dass der Rüstungsbereich in einigen KI-relevanten Feldern den Takt gegenüber den kommerziellen Partnern vorgibt – ein Umstand, der in der gegenwärtigen Diskussion kaum Beachtung findet.

  • 27.05.2019
    European Defense Fund: Chancen für Finnlands Industrie

    Ab 2021 setzt die Europäische Union mit dem European Defense Fund neue Akzente in der Entwicklung verteidigungsrelevanter Fähigkeiten und der entschprechenden Technologielösungen. Dazu hat die Europäische Kommission mit der Preparatory Action on Defense Research und dem European Defense Industrial Development Program zwei vorbereitende Initiativen lanciert. Beide setzen auf innovative Lösungen und die multinationale Zusammenarbeit. Welche Chancen ergeben sich darauf für die rüstungstechnische Industriebasis in Finnland? Wie können finnische Unternehmen und Institute diese Initativen bestmöglich nutzen, und welche Themenfelder bieten sich dazu an? Hierzu organsierte Blic in Helsinki eine Expertenrunde mit Jyrki Katainen, Vizepräsident der Europäischen Kommisison, Generalleutnant Esa Pulkkinnen, Generaldirektor des EU-Militärstabs, Sami Järvinen, Streitkräftekommando Finnland, und Heiko Borchert trugen aus unterschiedlichen Perspektiven zu diesen Themen vor und diskutierten möglichen Optionen für Finnland mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.