Nachrichten

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Tätigkeiten der Borchert Consulting & Research AG. Frühere Nachrichten finden Sie in unserem Archiv. 


  • 24.02.2018
    Diversität als Herausforderung: Anmerkungen zur Geoökonomie des östlichen Mittelmeers

    Der östliche Mittelmeerraum ist von zentraler geoökonomischer und geostrategischer Bedeutung, verbindet er doch Europa, die Levante, die arabischen Golfstaaten und Nordafrika miteinander. Diese prominente Lage erklärt, weshalb unterschiedliche Akteure versuchen, ihre Machtansprüche in die Region zu projizieren. Dieser Anspruch ist jedoch leichter formuliert als in der Praxis umgesetzt, denn in dieser Region prallen derart unterschiedliche politische, ökonomische und kulturelle Interessen bzw. Ansprüche aufeinander, dass sich kaum ein dominierender Akteur durchsetzen kann. Gerade weil das östliche Mittelmeer unterschiedliche Regionen miteinander verbindet, ist der strategische Wettbewerb, der sich hier entwickelt, auch für die Anrainer von unmittelbarer strategischer Bedeutung. In einem neuen, 2017 anlässlich der Kiel International Seapower Symposium vorgestellten Beitrag beleuchtet Heiko Borchert diesen Wettbewerb anhand von fünf unterschiedliche Entwicklungsstränge: allgemeine Wirtschaftsbeziehungen, maritimer Transport, ausländische Direktinvestitionen, Rüstungs- und Energiebeziehungen

      Diversität als Herausforderung
  • 18.02.2018
    Innovation auf Befehl?

    Geht es nach dem Koalitionsvertrag der voraussichtlich neuen Bundesregierung, sollen das Bundesministerium der Verteidigung und das Bundesministerium des Innern eine "Agentur für Disruptive Innovationen in der Cybersicherheit und Schlüsseltechnologien" (ADIC) gründen. Mit der Forderung nach Innovation für Sicherheit und Verteidigung trifft das Dokument den Nerv der Zeit. Soll ADIC gelingen, so Heiko Borchert in einem Beitrag für die Denkwürdigkeiten der Politisch-Militärischen Gesellschaft, sind vier Aspekte von zentraler Bedeutung: (1) Klare Kommunikation der Beweggründe für Innovation und der angestrebten Ziele, (2) Demonstrationsvorhaben, die den Mehrwert neuer Ansätze in Konzept- und Technologieentwicklung illustrieren, (3) aktive Arbeit an Ökosystemen, die Akteure unterschiedlichster Herkunft zusammenführen und (4) systematische Marktentwicklung

      Innovation auf Befehl?
  • 14.02.2018
    Patente und der Schutz geistigen Eigentums im Rüstungssektor

    Internationale Wertschöpfungsketten spielen eine wichtige Rolle, um innovative Verteidigungssysteme herzustellen. Die Analyse der von Airbus und Boeing registrierten Patente stellt diese Annahme in Frage, wie Heiko Borchert und Christian Helmenstein in einem neuen Beitrag für European Security and Defence darlegen. Ihre Untersuchung zeigt, dass der Zusammenhang zwischen Innovation und internationaler Zusmmenarbeit weniger eindeutig ist. Beide Unternehmen scheinen Patente vielmehr nutzen, um Produktentwicklungen und Marktpositionen zu schützen. Diese auf einer explorativen Untersuchung basierende Einsicht ist von zentraler Bedeutung für Europas Streben nach einer wettbewerbsfähigen rüstungstechnischen Industriebasis.

      Patente und der Schutz geistigen Eigentums im Rüstungssektor
  • 21.11.2017
    Geopolitik und Unternehmensstrategie: Vortrag am GCSP

    Im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Ausbildung sollte Geopolitik eine stärkere Rolle spielen, befand unlängst die Financial Times. Angesichts grundlegender Veränderungen des internationalen Machtgefüges, die das Umfeld betreffen, indem Unternehmen operieren, organisierte das Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik am 20.-21. November 2017 einen Kurs, der Unternehmensverantwortlliche für die Bedeutung geopolitischer Zusammenhänge sensibilisierte. Heiko Borchert referierte im Rahmen dieses Kurses u.a. zum zunehmendem Druck, dem globale Versorgungsströme aufgrund des stärker werdenden politischen Wettbewerbs ausgesetzt sind, ging auf die Folgen einer neuen globalen Finanzarchitektur ein und thematisierte die Konsequenzen, die für Unternehmen aus dem Umstand resultieren, dass der Zugang zu aufstrebenden Exportmärkten in Schwellenländern immer stärker an einen umfassenden Technologietransfer gebunden sind.

  • 16.11.2017
    Innovation und maritime Sicherheit: Vortrag im Rahmen der EDA-Konferenz
    Die Herausforderungen, denen sich Seestreitkräfte im künftigen maritimen Umfeld gegenübersehen, werden den Bedarf an unbemannten und autonomen Systemen erhöhen, doch der Weg dorthin hält zahlreiche Herausforderungen bereit. Das war eine der Botschaften des Vortrags von Heiko Borchert im Rahmen der diesjährigen Konferenz der Europäischen Verteidigungsagentur zur maritimen Sicherheit, die am 16. November 2017 auf Kreta stattfand. In seinem Vortrag ging Heiko Borchert u.a. auf diese Herausforderungen ein, gab einen kurzen Überblick zum aktuellen Stand des Einsatzes unbemannter Systeme zur See und zeigte auf, welche Bausteine für eine zukunftsrobuste Entwicklung von besonderer Bedeutung sind.

  • 20.06.2017
    Seemacht im östlichen Mittelmeer: Wirtchaftliche Perspektiven

    Der östliche Mittelmeerraum verbindet Europa, das nördliche Afrika und Asien miteinander. Als "Verbindungsraum" liegt die Region im Wirkungsfeld der Kräfte, die die Entwicklungen in den Nachbarregionen prägen. Gleichzeitig ist Stabilität oder Instabilität in Mittelmerraum für die Sicherheit und Prosperität der angrenzenden Regionen von zentraler Bedeutung. Allerdings konzentriert sich die Diskussion in der Regel auf landseitige Aspekte. Deshalb nahm das Kiel International Seapower Symposium 2017 vor allem die maritime Dynamik in den Fokus. Im Rahmen des ersten Panels gaben RADM (ret) Chris Parry, Universität Reading (Grossbritannien), Georgios Protopapas, Center for International Strategic Analyses (Griechenland), Dr. Eric Thompson, Center for Naval Analyses (USA) und Heiko Borchert einen einführenden Überblick über wirtschaftliche und strategische Rahmenbedingungen. Heiko Borchert betrachtete in seiner Präsentation primär die ökonomische Sicht. Dabei beleuchtete er fünf Themen: Handels- und Investitionsmuster, die Rolle der Hafeninfrastruktur, Verflechtungen im Rüstungskontext und Energiesicherheit.

  • 01.06.2017
    UDT 2017: Blick auf das künftige maritime Umfeld

    Wie entwickelt sich das maritime Umfeld bis 2050? Diese Frage diskutiertern RADM (ret) Simon Williams, Chariman Defence & Security, Clarion Events, Lee Willett, Fachjournalist für maritime Fragen und ehemaliger Herausgeber der Zeitschrift Jane's Navy International, und Heiko Borchert am dritten Tag der Fachkonferenz UDT, die vom 30. Mai bis 1. Juni 2017 in Bremen stattfand. Lee Willett präsentierte dazu einen Überblick laufender Beschaffungsvorhaben bis 2030. Darauf aufbauend ging Heiko Borchert auf Trendentwicklungen ein, die das maritime Umfeld bis 2050 prägen werden. Er betonte dabei insbesondere die sich abzeichenende Verlagerung des Schwerpunkts weltwirtschaftlicher Entwicklungen sowie demografische Veränderungen - letztere betreffen nicht nur Aspekte wie die Rekrutierung und die Crew-Konzepte der Marine, sondern beeinflussen darüber hinaus auch Themen wie die künftigen Ausgabenschwerpunkte von Regierungen und die gesellschaftliche Risikopräferenz.