Nachrichten

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Tätigkeiten der Borchert Consulting & Research AG. Frühere Nachrichten finden Sie in unserem Archiv. 


  • 07.02.2019
    Rüstungsindustriepolitik der Golfstaaten: Neuer Aufsatz für Comprative Strategy

    Die arabischen Golf-Staaten arbeiten seit Jahrzehnten am Aufbau einer nationeln rüstungstechnischen Industriebasis. Jüngst hat sich die Dynamik dieser Bemühungen verstärkt. Verantwortlich dafür sind u.a. ein sich veränderndes geostrategisches Umfeld, der Umbau der Volkswirtschaften in der Region sowie das Streben nach einer aktiven, über die Region hinausreichenden Aussenpoliitik. Der Wandel in der Rüstungsindustriepolitik der arabischen Golf-Staaten basiert auf vier Elementen: Dem Ausbau der bestehenden Lieferantenbasis, dem Aufbau eigener Rüstungsakteure, dem Knüpfen eines Netzwerks rüstungsindustrieller Beziehungen in der Region und über diese hinaus, sowie die Unterstützung der Aussenpolitik durch Rüstungsexporte, die Abgabe von Rüstungsmaterial sowie die Finanzierung der Rüstungsbeschaffung von strategischen Partnern. Trotz Fortschritten in der Umserzung dieser Ansätze bleiben grosse Herausforderungen bestehen, insbesondere hinsichtlich der finanziellen Tragfähigkeit dieser Politik sowie den lokalen Fertigkeiten, argumentiert Heiko Borchert in einem neuen Beitrag für die Fachzeitschrift Comparative Strategy.

      The Arab Gulf Defense Pivot
  • 30.01.2019
    Flow Control und die Zukunft der Globalisierung

    Globale Versorgungsströme, die den Austausch von Gütern, Dienstleistungen, Information und Kapital sowie die Bewefungsfreiheit von Personen ermöglichen, sind ein Wesenserkmal einer globalisierten Wirtschaft. Die gegenwärtige internationale Ordnung erleichtert wesentlich den Austausch dieser strategisch bedeutenden Ströme und wird auch von diesen beeinflusst. Die Versorgungsströme verbinden Herkunfts-, Transit- und Zielländer miteinander und tragen auf diese Weise dazu bei, Prosperität und Stabilität regionenübergreifend zu fördern. In einer fragilen internationalen Ordnung wandelt sich gegenwärtig jedoch der Blick auf diese Ströme: Die vorwiegend positive Betrachtung dieser Versorgungsströme macht einem skeptischer werdenden Blick Platz. Im Vordergrund der skeptischen Betrachtung stehen weniger die Chancen der globalien Vernetzung. Vielmehr setzt sich verstärkt eine Null-Summen-Logik durch, die die Verwundbarkeit betont, die aus globaler Vernetzung resultiert. In diesem Umfeld setzen ambitionierte Schwellenländer, die den Status Quo in Frage stellen, verstärkt auf die Kontrolle globaler Versorgungsströme (Flow Control). Flow Control beschreibt dabei den Willen und die Fähigkeit eines Akteurs, den strategischen Rahmen und die operativen Bedingungen, die den Austausch globaler Versorgungsströme ermöglichen, zu beeinflussen. Flow Control steht damit im Mittelpunkt eines neuen systemischen Wettbewerbs, der die internationale Ordnung prägt.

      Flow Control und die Zukunft der Globalisierung
  • 08.11.2018
    Versorgungssicherheit und geostrategischer Wettbewerb

    Was bedeutet der sich verschärfende geostrategische Wettbewerb für die internationale Versrgungssicherheit? Dieser Frage widmete sich Heiko Borchert im Rahmen des Single Risk Seminar 2018, das die Kreditversicherungsgruppe Credendo in Genf duchgeführt hat. Er skizzierte darin die Umrisse eines sich entwickelnden, neuen systemischen Wettbewerbs zwischen den Industriestaaten und aufstrebenden Schwellenländern und beleuchtete die damit verbundenen Konsequenzen anhand ausgewählter Beispiele wie globaler Lieferketten, der Finanzindustrie sowie dem immer intensiver werdenden Wettbewerb um Zugang zu Hochtechnologie.

  • 26.09.2018
    Maritime Sicherheit im Baltikum

    Die maritime Sicherheit im Baltikum war Gegenstand einer Fachveranstaltung, die Atlas Elektronik in Helsinki durchführte. Heiko Borchert sprach im Rahmen dieser Veranstaltung zu den Möglichkeiten der finnisch-deutschen Zusammenarbeit. Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sind stark, doch der sich abzeichnende geostrategsiche Wandel trifft beide Länder an ihrer Achillesferse - dem internationalen Handel. Die damit verbundenen Herausforderungen bieten die Chance, die bilaterale Zusammenarbeit auszubauen. Heiko Borchert erwähnte dazu drei Schwerpunkte: die ökonomisch-technologische Basis der beiden Volkswirschaften (z.B. Versorgungssicherheit im Baltikum), die Digitalisierung (z.B. Zusammeanrbeit in der Cybersicherheit) sowie Sicherheit und Verteidigung (z.B. Zusammenarbeit im PESCO-Format). Die Thesen seines Vortrags wurden in einer anschliessenden Paneldiskussion vertieft. Daran beteiligten sich unter Leitung von Admiral a.D. Juhani Kaskeala die Abgeordnete Tytti Tuppurainen, Botschafter a.D. René Nyberg und Jukka Savolainen, Hybrid Center of Excellence.

  • 14.07.2018
    Ausländische Direktinvestitionen und nationale Sicherheit: Beitrag zur Schweizer Debatte

    Im Lichte steigender Direktinvestitionen aus China rückt in der Schweiz jüngst die Frage nach einer möglichen Investitionsprüfung ins Zentrum der politischen Diskussion. Diese wird bislang aber sehr polarisierende geführt: dort staatliche Invertention, hier marktwirtschaftliche Freiheit. Angesichts des anbrechenden Zeitalters technonationalistischer Protektionismuswellen geht es jedoch nicht um das Gegen-, sondern das kluge Miteinander der verfügbaren Instrumente. Drei Fragen müssen dabei beantwortet werden: Worin könnte eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit bestehen? Wer sollte prüfen? Und was geschieht bei einer Ablehnung? Der von Heiko Borchert und Stefan Brem, Bundesamt für Bevölkerungsschutz, verfasste Beitrag für die NZZ gibt darauf konkrete Antworten.

      Schweizer Interessen mit Staat und Markt schützen
      
  • 29.06.2018
    UDT2018: Year of Engineering-Vortrag und Unterwassermärkte der Zukunft

    Bei der UDT 2018 in Glasgow diskutierten Guy Stitt, AMI International, RADM (ret) Simon Williams, Vorsitzender von Clarion Defense & Security, und Heiko Borchert über künftige Entwicklungen des Marktes für Unterseelösungen. Guy Stitt gab einen umfassenden Überblick zu bestehenden und geplanten Beschaffungs- und Modernisierungsprogrammen. Heiko Borchert lenkte den Blick auf die Entwicklungen im arabischen Golf, ging auf die dortigen Industrieambitionen ein und verdeutlichte, wie sich politische und indutrielle Beziehungsnetzwerke verändern.

    Zudem hilet Heiko Borchert den Year of Engineering (YOE)-Vortrag zur Frage "Why Should I Work for Defense?" Der Vortrag richtete sich an Studentinnen und Studenten verschiedener Studienrichtungen. Heiko Borchert diskutierte, wie sich geostrategische Veränderungen auf das maritime Umfeld auswirken und welche Konsequenzen sich darauf für Produkte und Technologien ergeben können. Gerade mit Blick auf technische Studiengänge betonte er, dass Technologie für Streitkräfte immer auch im sozialen Kontext (z.B. Wertvorstellungen, politische Ambitionen) gesehen werden muss.