Unsere sicherheitspolitischen Forschungsprojekte und Publikationen konzentrieren sich auf
drei Themenschwerpunkte:
Die transnationalen und asymmetrischen Sicherheitsrisiken des 21. Jahrhunderts stellen
bestehende Grundannahmen der Sicherheitspolitik wie die Unterscheidung zwischen innerer
und äusserer Sicherheit, zivil und militärisch oder Krieg und Frieden in Frage und verlangen
nach vernetzten Antworten. Sicherheitspolitische Vernetzung impliziert eine neue
ressortübergreifende, multinational angelegte Führungsphilosophie, die alle Akteure des
Sicherheitssektors berücksichtigt. Der daraus resultierende Reformbedarf ist grundlegend und
betrifft Doktrin, Organisation, Training, Ausrüstung, Personal und Einrichtung. Ebenso müssen
die politischen Prozesse und Strukturen, die den Einsatz und die Führung der Sicherheitskräfte
ermöglichen und begleiten, auf ihre Zukunftstauglichkeit überprüft werden. Darüber hinaus
gewinnen neue Formen der Zusammenarbeit mit nicht-staatlichen Akteuren und der Wirtschaft an
Bedeutung.
Die gemeinsam von Ralph Thiele und Heiko Borchert lancierte Schriftenreihe Vernetzte Sicherheit
diskutiert die Elemente und die Auswirkungen der sicherheitspolitischen Vernetzung und schafft
dadurch eine unverzichtbare Voraussetzung für den sachgerechten Umgang mit transformationsrelevanten
Fragestellungen.
Mehr Informationen zur Reihe finden Sie unter
vernetzte-sicherheit.net.
Im Vordergrund stehen die konkrete Ausgestaltung und die Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen den für
Europas Sicherheit relevanten internationalen Organisationen (UNO, OSZE,
NATO, WEU und EU). Die forschungsleitenden
Fragen lauten:
- Welche Prinzipien bilden das Fundament der europäischen Sicherheitsarchitektur
im 21. Jahrhundert?
- Wie haben sich die Strukturen und Aufgaben der europäischen
Sicherheitsorganisationen in den letzten Jahren verändert (siehe
Karte), und worauf sind diese Veränderungen zurückzuführen?
- Was muss getan werden, um die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Sicherheitsorganisationen künftig zu verbessern?
- Welchen Beitrag leistet die Gemeinsame Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GESVP) zur Stärkung der europäischen Sicherheitsarchitektur?
- Welche Rolle spielen multinationale Streitkräfteverbände in einem vereinten Europa, und welche praktischen Probleme der multinationalen Zusammenarbeit müssen gelöst werden?
Mit dem Ende des Kalten Krieges hat sich das sicherheitspolitische Umfeld der Schweiz grundlegend verändert: Stabilität
und Kooperation sind die Regel, Konflikte und Abseitsstehen sind die Ausnahme. Vor diesem Hintergrund interessieren vor
allem die folgenden Fragen:
- Welche Konsequenzen ergeben sich aus den sicherheitspolitischen Veränderungen in Europa für die künftige Ausgestaltung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Schweiz?
- Kann die Schweiz weiterhin im institutionellen Abseits stehen bleiben oder muss sie den europäischen Sicherheitsorganisationen beitreten?
- Wie begegnet die Schweiz der Herausforderung der Gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GESVP)?
Kontakt
Unsere Forschungsprojekte werden entweder selbst initiiert oder im Auftrag Dritter durchgeführt. Nehmen Sie mit uns
Kontakt
auf, wenn Sie mehr über abgeschlossene Projekte erfahren oder neue Forschungsvorhaben mit uns durchführen möchten.
|